Die bulgarische Regierung hat ihren Ansatz zur Bekämpfung der Scrapie-Ausbrüche unter Schafen geändert. Nach einer Sitzung des Krisenstabes zur Festlegung von Maßnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung und zur Beseitigung der Krankheit wurde beschlossen, Kriterien für den Beginn einer Notfallimpfung der Tiere festzulegen.
Aktuelle Situation und Ausbreitung
Derzeit sind im Land acht Scrapie-Ausbrüche registriert. Zwei davon wurden am heutigen Tag festgestellt, während die anderen in den letzten zwei Wochen entdeckt wurden. Eine der schwerwiegendsten Auswirkungen zeigt sich im Dorf Teshowo, wo aufgrund eines Krankheitsausbruchs 220 Tiere getötet werden mussten.
Bisher hatte der Staat eine Impfung von Tieren gegen Scrapie nicht zugelassen, mit der Begründung, dass dies die Handelsinteressen der Milchprodukteexporteure beeinträchtigen könnte. Nun erfordert die Art der epidemischen Situation jedoch eine Verschärfung der bisher ergriffenen Maßnahmen.
Probleme mit der veterinärmedizinischen Kontrolle und dem Vertrauen
Der stellvertretende Landwirtschaftsminister Prof. Krum Nedelkov betonte die kritische Rolle der Tierärzte bei der Früherkennung der Infektion. Er rief zu einer engeren Zusammenarbeit zwischen den Institutionen, den praktizierenden Tierärzten und den Viehzüchtern auf.
Prof. Nedelkov merkte an, dass die Signale für die Krankheit in den jüngsten Fällen von Branchenorganisationen und nicht auf dem offiziellen veterinärmedizinischen Weg eingingen. Seiner Meinung nach ist dies ein Zeichen für mangelndes Vertrauen, was ein Risiko darstellt, da jede Verzögerung offizieller Maßnahmen zu einer erneuten Ausbreitung des Virus führen kann.
Verschärfte Maßnahmen und Kontrollen
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In den betroffenen Gebieten werden verstärkte Kontrollen durchgeführt, an denen auch Vertreter des Innenministeriums (MVR) teilnehmen werden.